Mobilität und nachhaltige Gestaltung der Umwelt

Mobilität und Klimaschutz stellen uns vor Herausforderungen, die wir gemeinsam bewältigen und für die wir nachhaltige Antworten finden müssen.

Mobilität für alle

Lemgo liegt im Herzen von Lippe und hat städtische und ländliche Teile. Folgerichtig gibt es verschiedene Bedürfnisse nach Mobilität und die müssen wir alle in den Blick nehmen. Ich will einen Verkehrsentwicklungsplan, der diesen Namen verdient. Zentrale Elemente müssen die Entlastung der Innenstadt, bei gleichzeitiger Anbindung der Ortsteile sein. Wir brauchen umweltschonende Alternativen in einem gesunden Verkehrsmix, der gleichermaßen praktikabel wie bedarfsdeckend ist. Diesen Verkehrsentwicklungsplan stellen wir gemeinsam mit den Lemgoerinnen und Lemgoern auf, Bürgerbeteiligung gehört für mich nicht nur zum guten Ton, sondern in den Alltag der städtischen Politik.

Der PKW ist immer noch zentrales Mittel der Mobilität. Heutzutage gibt es lohnende Alternativen, die in einem gesunden Verkehrsmix einbezogen werden können. Das Fahrradfahren bei innerstädtischen Fahrten wird attraktiver. Ich setze mich verstärkt für mehr Fahrradabstellplätze und eine Beleuchtung von Radwegen ein. Das Fahrrad kann zu einer lohnenswerten Alternative zum PKW werden, es bedarf aber der nachdrücklichen Unterstützung – auch durch Erweiterung und Ertüchtigung des städtischen wie des regionalen Radwegenetzes.

Eine gute Verkehrsanbindung ist von immenser Bedeutung für die Wirtschaft. Unternehmen brauchen sichere und verlässliche Transportwege, sie sind die Adern unseres Landes. Neben den Straßen soll das aber auch die Schiene sein. Ich bin für einen verbesserten Takt in Richtung Westen und für die Überprüfung der Machbarkeit Richtung Osten mit der Begatalbahn. Lemgo kann von einem richtigen Park & Ride-Punkt nur profitieren. Wir müssen prüfen, ob das z. B. in Brake umsetzbar ist. Das entlastet die Innenstadt und erhöht die Mobilität.

Unser Stadtbus ist sicherlich nicht schlecht aufgestellt. Aber gerade hier lässt sich mit Familienfreundlichkeit Maßstäbe setzen. Wir müssen die Fahrpläne dahingehend überprüfen, ob es geänderten Bedarf für Haltepunkte bei aktuellen Siedlungsstrukturen gibt. Ältere Menschen müssen aktiv am Leben in Lemgo teilhaben können. Mit der 29 €-LemGo-Card wurde bereits ein wichtiges Signal gesetzt. Das will ich ergänzen mit einem integrierten Konzept, um so die Kosten für Einzelfahrten explizit für Familien attraktiv zu gestalten. Für einen ganzheitlichen Ansatz wollen wir überprüfen, ob der technische Fortschritt die Einbindung moderner Verkehrsmittel in die LemGo-Card erlaubt. Ziel soll die gute Erreichbarkeit auch außerhalb der Hauptzeiten und/oder in spezielle Gebiete z.B. durch On-Demand-Verkehr sicherzustellen. So kann eines unserer tollen Events in der Innenstadt auch von den Ortsteilen mit dem ÖPNV erlebbar sein – und das hin und zurück.

Klima- und Umweltschutz

Zu einer liebens– und lebenswerten Stadt gehören Grünflächen und Wald. Der Lemgoer Stadtwald hat eine beeindruckende Größe, ist leider aber in keinem guten Zustand. Trockenheit und Borkenkäfer setzen unserem Wald zu. Ausgestattet mit meiner Erfahrung aus dem Landesverband Lippe möchte ich dafür sorgen, dass wir den Wald zukunftsorientiert und für Menschen erfahrbar wieder aufforsten. Dazu gehört eine größere Diversität an Baumarten, welche auch in den klimatischen Veränderungen der Zukunft gedeihen. Es ist mein fester Wille, einen so genannten „Bürgerwald“ einzurichten, in dem Bürgerinnen und Bürger Teil dieser Wiederaufforstung werden, etwa durch Baumpatenschaften und weitere Pflanzaktionen.

Lassen wir unsere Innenstadt wieder blühen. Bereits durch eine entsprechende Bepflanzung kleinerer Flächen auf Verkehrsinseln, an Straßenrändern und in Behältnissen, wie sie in der Osterzeit in der Mittelstraße und anderswo zu finden sind, kann ein großer Schritt zur Verbesserung des städtischen Klimas geleistet werden.

Gerade für Insekten sind solche kleinen Oasen im Bereich von blütenfreiem Asphalt oder Rasen ein wichtiger Bestandteil fürs Überleben.

Durch das konsequente „Beblühen“ stadteigener Flächen wird endlich ein bereits vor langer Zeit im Lemgoer Rat gefasster Beschluss umgesetzt. 

Ich unterstütze das Klimaschutzkonzept der Stadtwerke. Das muss stetig fortgeführt und konsequent umgesetzt werden. Dazu gehört auch die professionelle Begleitung durch eine Klimaschutzmanagerin oder einen Klimaschutzmanager, wie ihn die SPD bereits seit langem fordert. Ich stehe dafür, dass Nachhaltigkeit als öffentliches Handlungsziel bei allen städtischen Maßnahmen selbstverständlich berücksichtigt wird.